Mekong oder Eder?

Mit einem Stinke-Klimaanlagen-Bus kamen wir am späten Nachmittag in Chiang Khong an der Grenze zwischen Thailand und Laos an. Wir fanden ein günstiges und schönes Zimmer in einem großen, aus Holz gebauten und verwinkelten Gasthaus direkt am Mekong. Später erfuhren wir, dass es sich um das erste Gasthaus in Chiang Khong handelt. Das Schöne an Chiang Khong ist, dass es die meisten Touristen  nur durchqueren und im laotischen Dorf auf der anderen Flussseite übernachten. Dadurch gibt es zwar einige Gasthäuser und Restaurants, die aber nie überlaufen sind und nicht das Stadtbild prägen. Am Abend haben wir nur noch etwas gegessen, einen Roller für den nächsten Tag gemietet und die Aussicht auf den Mekong genossen, der, zumindest hier in Chiang Khong, wesentlich kleiner ist als wir erwartet hatten. Von der laotischen Uferseite schallten laute Musik und Nachrichten (?) bis zu uns herüber – hier wird anscheinend mit einem riesengroßen Lautsprecher gleich der ganze Ort beschallt.
Am nächsten Morgen starteten wir unseren Ausflug mit dem Roller entlang des Mekongs. Dafür, dass wir das Gefühl hatten wir fuhren zu den „letzten“ Dörfern war die Straße relativ gut, auch wenn Uli häufig etwas Slalom fahren musste. Die Landschaft war hügelig und immer wieder hatten wir einen schönen Blick auf den Fluss, der hier in der Trockenzeit gerade mal so groß ist wie die Lahn oder die Eder. Für uns war das sehr komisch, da wir beim berühmten Mekong einen großen Fluss erwartet hatten.  Bei unserem Ausflug bewegten wir uns auf sehr untouristischen Pfaden und vor allem für die Kinder in den Dörfern, die häufig aus einer Ansammlung von auf Pfählen stehenden Holzhäusern bestanden,  waren wir ein kleines Highlight und wurden immer mit freundlichem Winken und Hello-Rufen begrüßt. Interessant waren auch die Goldsucher am Mekong, die Bananen- und Papaya-Plantagen und die nette Kobra, die wir fast überfahren haben.  Gerne wären wir noch einen weiteren Tag in Chiang Khong geblieben, um den Mekong stromabwärts zu erkunden, doch leider war unser Visum, das wir zwei Wochen zuvor durch Überquerung der birmanischen Grenze erworben hatten, abgelaufen und wir mussten am nächsten Tag nach Laos ausreisen.

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2 Gedanken zu „Mekong oder Eder?

  1. Winke, winke, hello. Na Ihr Zwei, immer noch kein Heimweh?? Es ist schön von Euch zu hören. Wir hatten ja letzte Woche am Telefon schon erfahren, wo Ihr seid (wart). Jetzt mal die dazugehörigen Fotos zu sehen, ist interessant. Den Goldwäschern hättet Ihr mal ein bißchen helfen können, vielleicht hättet Ihr Klümpchen gefunden ;0) Wir sind gespannt, wie Eure Reise weitergeht. Wir wünschen Euch alles Gute, bleibt gesund und weiterhin viel Spaß. Viele Grüße senden Holger und Christel

  2. Willkommen an der Eder, da habt ihr euch ja fast heimisch gefühlt – und Gold suchen kann man hier auch!! Im Moment ist bei uns dafür das Wetter allerdings total ungeeignet, heute sogar recht eklig. Dank eurer guten Planung habt ihr die richtige Reisezeit erwischt.
    Inzwischen seid ihr hoffentlich gut in Luang Prabang angekommen – Weltkulturerbe -,Viel Spaß beim Durchstöbern der alten Wats und Königspaläste. Lieber Uli, bist du wieder fit? aber zäh bist du ja auch.
    Über den neuen Bericht mit den wie immer stimmungsvollen Fotos haben wir uns natürlich sehr gefreut,so konnten wir ernut ein bisschen mitreisen. Sonnenauf – und Untergang am Mekong ! Wie schön ist es auch, dass es noch Regionen gibt, in denen Einheimische Fremden zuwinken. Obwohl wir euch vermissen, wünschen wir eine frohe und gute Weiterreise ! Ganz herzlich grüße und drücke ich euch , Mama-Gitta und Papa-Kurt

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