BeMöncht und verWatet

Mit dem Boot fuhren wir von Muang Ngoi zum nächstgrößeren Ort, der an das Straßensystem angeschlossen ist. Dort stiegen wir in einen Minivan um, wo wir uns zu viert auf die Rückbank quetschen, die nur für 3 Personen gedacht ist. Busfahren ist hier auf jeden Fall immer eine kuschelige und langwierige Angelegenheit. Unsere Fahrt führte uns nach Luang Prabang, die zweitgrößte Stadt Laos. Sie ist bekannt für die Überbleibsel der französischen „Kolonialzeit“, die vielen alten Tempel und Mönche. Wir haben uns für 13 Euro ein superschönes Zimmer (Soutikone Guesthouse) in einem alten Kolonialhaus genommen – natürlich im unmuffigen ersten Stock und herzliche Besitzerin inklusive. Abends sind wir auf den Nachtmarkt gegangen, wo vor allem Souvenirs zu Schnäppchenpreisen und Essen angeboten werden. Unter anderem wurde auch aus Bomben gefertigter Schmuck angeboten, von dem Uli ganz fasziniert war. Am folgenden Tag besichtigten wir nach einem leckeren Frühstück – wir (auch Uli!) essen meistens frisches, reifes Obst (Ananas, Mango, Papaya, Banane) mit Joghurt und Müsli – besichtigten wir das älteste Wat (Tempel) der Stadt.  Und tatsächlich laufen im Stadtzentrum unheimlich viele Mönche in ihren orangefarbenen Kutten herum. Mittags fuhren wir zu einem beliebten Ausflugsziel nahe Luang Prabang namens Tad Kuang Xi. Hierbei handelt es sich um einen Wasserfall, der über mehrere kleine Sinterterrassen hinabfließt. Das Wasser in den Becken hat eine tolle, milchig-hellblaue Farbe. Den nächsten Tag verbrachten wir mit unserer weiteren Reiseplanung und Faulenzen. Zum Abendessen gönnten wir uns ein typisch laotisches „Barbecue“, eine Mischung aus Tischgrill (Fleisch) und Fondue (Gemüsesuppe), das am Tisch auf einem Kohlefeuer erhitzt wird. Hierbei aßen wir auch Wasserbüffelfleisch – das erste rote Fleisch seit Argentinien, was auch sehr lecker war. Am folgenden Morgen mussten wir wegen unseres Busses nach Vientiane sehr früh aufstehen. Wir frühstückten also etwa um 7 Uhr im Straßencafé und freuten uns, dass wir zu unserer Überraschung den morgendlichen Almosengang der Mönche beobachten konnten. Der Almosengang zählt zu den wichtigsten religiösen Handlungen im Theravada-Buddhismus. Die Mönche laufen in Gruppen und in einer Reihe mit Töpfen zu den an der Straße stehenden Gläubigen, die ihnen gekochten Reis, Obst und auch Süßigkeiten in die Töpfe geben. Aus Respekt vor der Bedeutung dieses Rituals, das auch meditative Züge hat, haben wir davon abgesehen zu fotografieren. Beschämt beobachteten wir die Touristen, welche in die Privatsphäre der Mönche eindrangen und sie wie im Zoo fotografierten und gar nicht genug Fotos bekommen konnten. Obwohl überall (Schilder, Reiseführer) dazu aufgerufen wird, das morgendliche Ritual nicht zu stören –erst Recht nicht durch Blitzlichtgewitter – finden sich überall in den Straßen Touristen-Paparazzis, die von jeder einzelnen Mönchs-Gruppe Fotos macht…. Statt das man sich in diesem Falle mal mit einem Bild begnügt.  Den gesamten Tag verbrachten wir im Schüttel-Bus, da wir für die 380 km nach Vientiane 11 Stunden brauchten. Bus fahren grenzt hier wirklich an eine sportliche Leistung, da alle Muskeln zum Stabilisieren des Körpers benötigt werden. Bei solchen Turbulenzen müsste man sich im Flugzeug anschnallen.  In Vientiane nahmen wir uns für 17 Euro ein total gemütliches und ruhiges Zimmer (sogar Duschvorhang!) im Souphaphone Guesthouse.

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2 Gedanken zu „BeMöncht und verWatet

  1. Hallo und guten Morgen Ihr Zwei. Viele Grüße aus der wieder mal verschneiten Heimat. Der Winter will nicht aufhören, obwohl, wenn kein Schnee liegt, schon das eine oder andere Schneeglöckchen blüht. Man könnte direkt ein bißchen neidisch werden, wenn man Euch so in kurzen Buxen und Sandalen sieht! Wann geht denn Eure Reise weiter? In Gedanken waren wir doch schon mit Euch auf den Philippinen. Da haben wir wohl was falsch verstanden. Danke für Euren Bericht und Eure Fotos. Sehr schön der Wasserfall, die kleine Christina neben dem Riesenbaum und die Mönche. Wir hätten bestimmt heimlich 1000 Fotos von denen gemacht😉Wir wünschen Euch alles Liebe, laßt’s Euch gut gehen. Holger und Christel⛄❄

  2. Wieder soooo ein interessanter Bericht, damit hatten wir gar nicht mehr vor eurer Weiterreise gerechnet, um so größer die Freude!! Der Wasserfall ist traumhaft schön!! – .Die prächtigen Wats waren bestimmt sehr beeindruckend, wie die frommen Rituale der Mönche. Nachwuchssorgen scheinen die nicht zu haben. Habt ihr die gegrillten Vögel probiert? Wenn ja und sie haben euch geschmeckt, Birgits Vogel bleibt aber!!
    Für euch Beide weiterhin alles Liebe und Gute, nun auf den Philippinen,wünschen Ma/Gi+Pa/Ku.

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