FahnWaMaNaPanama

Wir haben uns dazu entschieden zu den Bocas del Toro in Panama, einer bei Touristen beliebten Inselgruppe nahe der costaricanischen Grenze, zu reisen. Auf dem Weg zur Grenze und auch von der Grenze zu den Inseln waren wir wie so oft die einzigen Touris im Bus. Die meisten Touristen (also die mit mehr Geld als wir) buchen ein Shuttle von Cahuita auf die Inseln, was einem unzählige Male umsteigen erspart. Von Cahuita dorthin mussten wir unseren ersten Grenzübertritt „meistern“, für uns ja noch eine recht interessante Angelegenheit. Zunächst galt es in einer Schlange mit schwerem Rucksack bei ca. 30°C einen Wisch auszufüllen, um den Ausreise-Papierkram zu erledigen. Dann gabs vom Grenzbeamten den Ausreise-Stempel und wir sind dann zu Fuß über die Holzplanken einer alten, von den Amis 1908 gebauten Eisenbahnbrücke über den Rio Sixaola gelaufen und gelangten so nach Panama. Hier hieß es dann wieder Anstehen, Schwitzen, Formular ausfüllen, 6 Dollar bezahlen und einen Einreisestempel abholen. Leider war den Grenzbeamten unser Flugticket von Costa Rica nach Ecuador nicht genug Beweis dafür, dass wir sicher wieder aus Panama ausreisen mussten, so dass wir dort ein relativ teures Busticket (14$ pro Person) von Panama nach San Jose kaufen mussten, um einreisen zu dürfen.  Anschließend fiel eine Schar von Menschen über uns her, die uns wieder Taxen oder teure Transfer-Shuttles zu den Inseln anbieten wollten. Es war gar nicht so leicht herauszufinden, von wo der öffentliche Bus fährt, da alle wollten, dass wir Taxi/shuttle fahren. Am Ende saßen wir dann (zusammen mit vielen Einheimischen und 2 mexikan. Backpackern) im Bus Richtung Bocas del Toro. Nach einem weiteren Umsteigen und einer schwungreichen Bootsfahrt hatten wir nach 5 Stunden endlich das Ziel erreicht. Hier in Panama haben wir auch gleich ein günstiges (8 $ p.P. mit Gemeinschaftsbad) und sehr sauberes Hostel gefunden. Die Preise hier sind deutlich niedriger als in Costa Rica, so dass wir uns etwas weniger Gedanken um unser Budget machen müssen. Auch im Supermarkt (alle von wortkargen Asiaten geführt) sind die Preise deutlich niedriger, so dass wir heute tatsächlich das erste Mal gekocht haben, da es billiger ist als essen gehen (in Costa Rica haben wir immer auswärts gegessen, da die Lebensmittel in den Dorfsupermärkten nicht bezahlbar waren). Wir haben den Montag wieder faul am Strand verbracht, an dem es ganz viele tolle, große Seesterne gibt. Leider hatten die Panamaer (heißen die so?) vom Partyboot keinen Sinn für die Tiere, die sie trotz Verbotsschilder immer wieder aus dem Wasser genommen haben, um mit ihnen für Fotos zu posieren. Schade. Als sie ein Tourist darauf angesprochen hat, wurden sie noch wütend und haben dem „Gringo“ vorgeworfen, dass das hier ja schließlich nicht sein Land ist. Dass der Gringo ziemlich viel Respekt für die Tiere ihres Landes gezeigt hat und wir alle auf einem Planeten wohnen ist ihnen dabei natürlich nicht klar geworden. Auf dem Weg zum Strand haben wir Maik und Irina kennengelernt, zwei deutsche Weltreisende, die im 11. Monat sind. Die beiden sind supersympathisch und von ihnen konnten wir viele Tipps erhalten und haben ihre Erfahrungen wie Schwämme aufgesaugt. Dienstag sind wir zum Tauchen und Schnorcheln gefahren. Mit einem Boot sind wir zuerst in die Nähe eines Wracks gefahren, welches auf ungefähr 16 Metern Tiefe liegt. Uli ist dort zusammen mit Maik und Irina tauchen gegangen. Am Wrack konnten wir tolle Korallen, viele bunte Fische und sogar ein orangefarbenes Seepferdchen sehen. Christina war in der Zeit an einer anderen Stelle, wo das Wasser flacher war, schnorcheln. Mit dem Boot rausfahren, einen Neoprenanzug tragen und das Schnorcheln selbst war für sie auch schon ziemlich neu und aufregend.  Anschließend sind wir noch zum Schnorcheln an ein weiteres Riff gefahren. Da gabs viele bunte Fische, Korallen, Anemonen. Das praktische ist, dass man im Neoprenanzug nicht untergehen kann. So konnten wir relativ faul oben auf dem Wasser „liegen“ und die Unterwasserwelt begutachten. Abends haben wir wieder im Hostel gekocht und den Abend mit Irina und Maik gemütlich bei Bierchen und Eis verschwätzt.

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