Huerquehue

In Pucon angekommen sind wir erstmal zu dem uns schon bekannten Bäcker „Rostock“ gegangen, um leckeres Graubrot einzukaufen und nach Herzenslust zu schlemmen. Den nächsten Tag haben wir uns bewusst „frei“ genommen. Wir haben lange geschlafen und gut gefrühstückt. Dann sind wir erstmal zum Frisör gegangen, weil wir uns mit unseren verwachsenen Frisuren nicht mehr wohl gefühlt haben. Und wir haben gedacht, wir gehen lieber hier noch zum Frisör, weil wir uns nicht so sicher waren welche Frisuren in Thailand gerade so in sind. Das war wohl ein Fehler, denn Christina hat sich schön eine Frisur (ähnlich der ihrigen) aus einem Buch herausgesucht, der DAme erklärt dass sie die Haare so wie auf dem Bild haben möchte (kinnlange Frisur) und zur Sicherheit nochmal gesagt, dass nur ganz wenig abgeschnitten werden soll. Eigentlich unmissverständlich, aber sie hat Christina die Haare einfach mit der Rasierklinge abgegrützt. „Abgegrützt“ war Ulis Wortwahl, die sowohl „Schneide“-Vorgang als auch das Ergebnis treffend beschreibt. Jetzt hat Christina doch eine Reisschüssel-Frisur und fühlt sich auch nicht wohler als vorher. Und das mit den langen Haaren wird wohl nie was. Das Ergebnis könnt ihr natürlich auf dem Foto bewundern. Wir trösten uns damit, dass es nur etwa 7 Dollar gekostet hat und Christina hier ja keiner kennt. Ulis Haare sind auch radikal kurz geworden, aber es sieht ja ganz gut aus. Den Nachmittag haben wir bei Sonnenschein am Strand des Lago Villarica verbracht: gedöst, Hörbuch gehört, den Vulkan Villarica bewundert und uns gefreut, wenn er mal wieder winzige Mengen an Rauch ausstieß (das richtige Vulkanerlebnis blieb uns auf diesem Kontinent ja verwährt). Am nächsten Tag wanderten wir durch den Nationalpark mit dem wunderschönen Namen Huerquehue (heißt auf Mapuche Sprache „Ort der Boten“), der uns so vielfach empfohlen worden war. Und tatsächlich wurden wir nicht enttäuscht,  denn der Park und vor allem dessen Regenwald sind wirklich sehr beeindruckend. Wir haben wieder zahllose wunderschöne, große und knorrige Bäume gesehen und uns an Seen in verschiedensten Türkis- und Blau-Tönen erfreut. Hier haben wir auch endlich mal Araukarien gesehen, die der gesamten Region hier ihren Namen geben (so wie bei uns Bundesländer). Besonders gewundert haben wir uns auch über den dichten Bambusbewuchs, den wir hier in Nordpatagonien nicht erwartet hätten. Am letzten Tag in Pucon haben wir uns noch ein Kanu gemietet und sind auf dem Lago Villarica herumgepaddelt, allerdings hielt sich unser Paddeleifer (vielleicht auch aufgrund unseres äußert schlechten Trainingszustandes – Sport, was ist das?) in Grenzen und wir haben uns vielleicht auch ein bisschen blöd angestellt (hiermit einen herzlichen Gruß an Christinas Kollegen; wir sind aber nicht gekentert!).  Immerhin hatten wir einen tollen Blick auf den See, das Ufer und den Vulkan. Nach der Paddeltour haben wir uns zur Happy Hour noch einen Pisco sour, das Nationalgetränk der Chilenen gegönnt (wobei die Peruaner gleichermaßen sagen, dass es ihr Nationalgetränk ist). Es handelt sich um Traubenschnaps mit Limettensaft und Zucker und ist geschmacklich vielleicht  mit Caipirinha zu vergleichen, nur ohne Eis. Da unsere Mägen ziemlich leer und die Gläser ziemlich voll waren, hatten wir auch kurzzeitig  einen kleinen Dusel im Kopf – und das mit Vulkanblick. Abends stand uns dann noch unsere vorerst hoffentlich letzte lange Nachtbusfahrt zurück nach Santiago bevor. Zum Abschied hat der Villarica dann doch noch ein bisschen geraucht.

Advertisements

Zweite Chance für Puerto Varas

Schon vom Bus aus kurz vor Puerto Varas hatten wir dank hervorragenden Wetters eine tolle Sicht auf den Vulkan Osorno und den davor liegenden See Llanquihue. Juhuuu! In Puerto Varas sind wir im Hostal Compass del Sur abgestiegen. Es ist sehr empfehlenswert und die Schlafräume (22 Dollar pro Person m. Frühstück im 7er-Dorm) haben auch ein akzeptables Preis-Leistungs-Verhältnis, während die Doppelzimmer etwas überteuert sind (60 Dollar pro Zimmer m. Frühstück).  Hier haben wir zwei Schweizer getroffen, mit denen wir uns sehr gut verstanden haben und die sich an unsere für den folgenden Tag geplante Autotour um den Fjord Reloncavi, den nördlichsten Fjord Chiles, angeschlossen haben. So fuhren wir bei zumeist sonnigem Wetter zunächst über Puerto Montt nach Süden, wo wir die Autofähre von La Arena nach Puelche nahmen und vom Schiff aus schon erste Einblicke in den Fjord und die umliegenden Berge bekamen. Über einen Schotterweg mit unzähligen klapperigen Holzbrücken führte uns unser Weg an der Südseite des Fjords entlang nach Osten in Richtung des verschlafenen Fischerdorfs Cochamo. Hierher verirren sich wohl kaum Touristen und wir genossen es, immer wieder anhalten und die tollen Aussichten auf die Berge und das türkisfarbene Meer genießen zu können. Die Menschen, die hier leben, verdienen ihr Geld anscheinend hauptsächlich mit Fang und Zucht von Fisch und Meeresfrüchten. Unser Picknick-Mittagessen genossen wir in aller Ruhe am Strand von Cochamo bei Meeresduft zwischen Fischerbooten mit Aussicht auf den Fjord und den Vulkan Yate. Wir fuhren auch wieder auf den Aussichtspunkt des Vulkan Osorno unterhalb der Schneegrenze, wo wir mit Antje und Nils vor mehr als drei Wochen schon einmal waren. Leider war es zu diesig, so dass die Aussicht wieder nicht so toll war. Abends waren wir glücklich darüber, dass sich unsere Rückkehr nach Puerto Varas gelohnt hat; und am nächsten Morgen fuhren wir weiter nach Pucon, wo wir auch vor einigen Wochen schon einmal gewesen sind, um dort noch den so viel gelobten Nationalpark Huerquehue zu besuchen und uns nochmal im überaus gemütlichen Hostal „Donde Egidio“ zu entspannen, bevor es weiter nach Santiago und Sydney geht.

Beim Wind Zuhause

Mittags sind  wir in Puerto Natales angekommen und haben in unserem Hostel eingecheckt. Das Tin House (9000 Pesos/Person im 4er Schlafraum) ist wirklich das allerschönste und netteste Hostel auf unserer bisherigen Reise. Es ist ein kleines niedliches frisch renoviertes Häuschen und die Inneneinrichtung ist eine total gemütliche Mischung aus Holz und modern. Wir würden es so wie es ist sofort kaufen. Das Tüpfelchen auf dem „i“ waren die beiden Angestellten des Hostels, die extrem nett, engagiert und hilfsbereit waren. Sie haben unsere 1000 Fragen selbstverständlich beantwortet und uns super Tipps gegeben. Am Nachmittag sind wir kreuz und quer durch den Ort gelaufen und haben alle möglichen Dinge erledigt (Bustickets gekauft, Schlafsack ausgeliehen, eingekauft, Betten im Refugium reserviert, bei der Post gewesen und kurz zum Meer gegangen). Leider mussten wir feststellen, dass der Ausflug in den weltberühmten Nationalpark „Torres del Paine“ sehr teuer ist. Die meisten Leute wandern hier in 5 Tagen die klassische Route, das so genannte „W“ (die Wege verlaufen in der Form eines Ws). Wenn man in einfachen Betten Mehrbettzimmern in Refugien schlafen und dort auch essen will, kostet einen die Tour pro Person über 800 Dollar! Natürlich geht’s auch billiger, indem man zeltet (was im November in Patagonien kein Spaß sein kann) und sein eigenes Essen mitschleppt. Da wir aber keine Camping-Ausrüstung dabei haben und Christina auch keine Lust hatte mit 15 kg auf dem Rücken wandern zu gehen, haben wir eine „Torres-light“-Tour gemacht. Wir sind morgens mit dem Bus etwa 3 h lang zum Lago Pehoe gefahren, und schon die Fahrt führte uns durch wunderschöne Landschaft. Es war so windig draußen, dass das Wasser in den Seen aufgepeitscht wurde und eine Schicht aus Sprühnebel über dem See lag. Und dann zeigte sich ein tolles Naturschauspiel: da die Sonne schien, schimmerte der Nebel in Regenbogenfarben. Das sah so toll aus und so etwas hatten wir vorher noch nie gesehen. Leider konnten wir kein Foto machen, da wir ja im Bus saßen. Bevor wir am Lago Pehoe in einen Katamaran umstiegen, wollten wir eigentlich kurz zum Salto Grande (Wasserfall) laufen. Und hier hatten wir wieder eine für uns neue und total spannende Erfahrung: Wir hätten auf einem Feldweg über die Kuppe laufen müssen, um zu dem Wasserfall zu kommen, aber dies war schlichtweg nicht möglich. Der Wind auf der Kuppe war so heftig, dass man keinen Schritt mehr vorwärts machen konnte. Im Gegenteil: er war so stark, dass er uns wieder zurückblies. Dummerweise bleibt einem nichts anderes übrig als seine Beine zu bewegen, so dass man im Grunde unfreiwillig „rennt“, ohne dass man etwas dagegen tun kann. Und bremsen geht natürlich nicht. So ist Christina einmal gegen Uli geprallt, der sich todesmutig in den Weg gestellt hat, und einmal musste sie sich am Baum festhalten, um anhalten zu können. Wir haben uns dann auf den Boden gesetzt und schnell festgestellt, dass das nix bringt, weil der Wind permanent so weht und man so nur noch mehr Sand in die Augen und den Mund bekommt. Einerseits keimte ein bisschen Panik auf, andererseits haben wir uns totgelacht, was der Körperspannung nicht gerade entgegen kam. Wir sind dann also doch wieder aufgestanden und haben es mit viel Kraft geschafft, die Kuppel wieder runter zu kommen ohne hinzufallen oder weggepustet zu werden. Danach waren wir völlig durchgeschwitzt, sehr beeindruckt und leicht verstört, weil es ein komisches Gefühl ist, so machtlos zu sein und darum zu kämpfen, nicht weggeweht zu werden. Den nächsten Lachkrampf hatte dann Christina, als sie Uli nach der Windattacke ins Gesicht geschaut hat. Auf dem Foto unten seht ihr warum! Wir haben aber einen kleinen Wasserfall gesehen, der vor lauter Wind in den Himmel „floss“- auch davon gibt es unten ein Foto. Die Fahrt auf dem Katamaran über den türkisblauen See war auch ein kleines Abenteuer. Die Wellen waren so hoch (auf einem See!), dass wir mehrmals „gehopst“ sind und der Kapitän die Geschwindigkeit drosseln musste. Und die Aussicht auf den blauen See und die dahinter liegenden schroffen Berge war einfach toll. Die Überfahrt endete am Refugio Paine Grande, wo wir die Nacht im 6er-Schlafraum ohne Essen (hatten wir selbst mitgebracht) und ohne Bettzeug (Schlafsack hatten wir auch mitgebracht) für stolze 47 Dollar pro Person verbracht haben. Bei richtig gutem Wetter wanderten wir also mittags in Richtung des Valle del frances. Wir hatten eine tolle Aussicht auf den Cerro Paine Grande links von uns, die Cerros Espara, Hoja und Mascara vor uns und zu unserer Rechten lagen Lago Pehoe und Lago Skottsberg. Eine tolle Landschaftskulisse! Leider sind wir auch große Strecken durch abgebrannten Wald gelaufen. Das Feuer wurde durch einen unvorsichtigen Camper verursacht, was hier nicht zum ersten Mal passiert ist. Sehr traurig. Nach einer recht guten Nacht im Schlafraum zusammen mit 2 älteren Herrschaften aus Schottland, einem Kanadier und einem Guide und seinem Stinke-Rucksack wachten wir am nächsten Morgen bei Regen auf. Wir aßen unser trauriges Frühstück und machten uns trotz Regen auf den Weg zum Gletscher Grey. Wir hatten Glück und der Regen ließ nach, doch die Sonne ließ sich leider nicht blicken. So blieben uns die intensiven Farben und der Blick auf die bestimmt tollen Berge verwehrt. Trotzdem war die Wanderung schön und wir bewunderten die auf dem Lago Grey treibenden Eisberge. Am Mittag bestiegen wir wieder die Fähre über den Lago Pehoe und fuhren zurück nach Puerto Natales. Wir waren froh, nicht länger im Park zu sein, da es bitterkalt geworden war und es am Abend doch tatsächlich immer mal wieder schneite. Aus meteorologischer Sicht sind wir also wieder bei euch in Deutschland – wenn auch nur kurz ;-)! Abends waren wir dann zu faul zum Kochen und da uns die beiden Tage im Park sowieso schon etwa 200 Dollar pro Person gekostet hatten war das Geld dann auch egal und wir sind in ein total gemütliches, günstiges, extrem freundliches und leckeres Fischrestaurant (Cangrejo Rojo, Hauptgericht zwischen 7 und 12 Dollar pro Person) essen gegangen und haben noch ein großes Stück Kuchen zum Nachtisch verputzt.

Unsere Reise ans Ende der Welt

Auf dem Weg nach Punta Arenas erlebten wir die härteste Busfahrt unserer bisherigen Reise. Die 30 Stunden in einem normalen Bus waren eine echte Herausforderung an unser Sitzfleisch. Am ersten Tag unserer Reise fuhren wir durch zwei tolle Nationalparks: Den Park Puyehue, wo wir wieder tolle Ausblicke auf Vulkane hatten, und auf argentinischer Seite durchquerten wir den Nationalpark Nahuel Huapi. Die Sonne strahlte vom Himmel auf die quietschblauen Seen und weißen Bergspitzen und es war fast eine Qual, nicht aussteigen zu können und weiterfahren zu „müssen“. Wir haben beschlossen, hier auf dem Rückweg nochmal vorbeizukommen, in Bariloche ein Auto zu mieten und den Park zu erkunden. Ab Bariloche fuhren wir auf der legendären Ruta 40 nach Süden. Als wir abends die Vorhänge zuzogen um zu schlafen, waren wir noch umgeben von Bergen und Seen. Als wir die Vorhänge morgens wieder aufzogen, waren wir in der argentinischen Pampa angekommen. Stundenlang fuhren wir durch eine endlose Ebene mit flachem Gras und Guanakos. Der Horizont schien mit dem Lineal gezogen zu sein. Die Nacht war besonders gruselig gewesen. Als die „Schlafenszeit“ begann, tat vor allem Christina der Po schon weh, da wir schon etwa 12 Stunden auf diesen unbequemen Sitzen verbracht hatten. Sie konnte einfach nicht richtig einschlafen vor Poweh. Die Lösung brachte eine etwas ungewöhnliche, minder unbequeme Schlafposition. Dort wo eigentlich die Füße stehen hat sie sich mit dem Rücken zur Fahrtrichtung auf den Boden gekniet und den Oberkörper auf die Sitzfläche abgelegt. So konnte man ein bisschen Schlafen und den Po entlasten. Leider haben wir kein Foto, es muss wirklich lustig ausgesehen haben. Nach einer gefühlten Unendlichkeit und 5 Filmen erreichten wir endlich Punta Arenas. Hier hatten wir wieder ein sehr nettes und gemütliches Hostel (Hostal Keoken, 18000 Pesos für ein Doppelzimmer mit Heizung und Frühstück). Obwohl wir beide von der Busfahrt sehr erschöpft waren, sind wir noch in den nahegelegenen Supermarkt gegangen und haben für unser Abendessen eingekauft – es gab sehr leckere selbstgemachte Nudeln mit Bolognese-Sauce und einen riesengroßen Topf leckeres Eis zum Nachtisch. Nach einer himmlischen Nacht erkundeten wir am Vormittag die Stadt und gingen an die Magellanstraße: Meer und am Horizont kann man ein wenig Land (Feuerland) erkennen. Uns wurde allerdings in diesem Moment bewusst, wie weit südlich wir uns befanden. Ein wirklich tolles Gefühl! Am Ende unseres Spaziergangs besuchten wir noch den Friedhof von Punta Arenas, der sogar in unserem Reiseführer empfohlen wurde. Der überwiegende Teil des Friedhofs besteht aus großen Betonbauten mit einem mehrstöckigen „Schubladensystem“ in denen sich die Gräber befinden (s. Foto). Hier kann man sich zu Lebzeiten schon eine schöne Schublade reservieren. Wenn man seinen Angehörigen einen Gefallen tun möchte, dann nimmt man eine Schublade weiter unten, damit sie nicht immer mit der Leiter hochsteigen müssen. Am vorderen Teil jeder Schublade befindet sich ein kleines Schaufenster was individuell und meist übertrieben kitschig geschmückt ist. Die Gräber sind teilweise überhäuft mit Blumen (echte und aus Plastik), was daran liegt, dass vor ein paar Tagen Allerheiligen war. Es gibt allerdings auch normale Gräber und Mausoleen. Interessanterweise liegen hier auch viele Immigranten begraben,  wobei die Gräber teilweise schon sehr alt sind. Wir haben sogar ein ganzes Grabfeld gefunden auf dem nur Deutsche begraben sind. Am Nachmittag fuhren wir noch zu einer Magellan-Pinguin-Kolonie, welche etwa 70km von Punta Arenas entfernt liegt. Anfang November brüten die Pinguinpaare ein Ei in einer Erdhöhle aus. Aus diesem Grund konnten wir auf dem freien Gelände nur vereinzelte Tiere beobachten. Von einem Beobachtungspunkt direkt am Meer konnten wir eine kleine Gruppe von Pinguinen bei der Körperpflege und beim Baden beobachten. Besonders für Uli war es ein sehr tolles Erlebnis diese Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten. Am nächsten Morgen nahmen wir dann den Bus nach Puerto Natales, aber von Bus fahren hatten wir eigentlich immer noch die Nase voll.

Ein bißchen Deutschland

Der nächste Stopp unserer Reise war Puerto Varas, ein von deutschen Emmigranten gegründeter Ort, der idyllisch am Lago Llanquihue und in Sichtweite der Vulkane Osorno und Calbuco gelegen ist. Hier gibt es viele Straßen mit deutschen Namen, deutsche Bäckereien und einen deutschen Club und viele alte Holzhäuser, die zwischen 1920 und 1935 von deutschen Auswanderern erbaut wurden. Und im Supermarkt findet man auch viele deutsche Produkte und Marken wie Ritter Sport und Kühne. Das ist für uns noch alles ganz ungewohnt. Im wunderschönen Wohlfühl-Hostel Casa Azul (8000 Pesos im 4er Schlafraum) haben wir uns mit Nils und Antje wiedergetroffen, mit denen wir schon einige Zeit durch Südperu gereist  sind. Am Nachmittag machten Uli und ich einen ausgiebigen Erkundungsspaziergang durch Puerto Varas, aßen Heidelbeerstreuselkuchen und Engadiner Nusstorte und versuchten das Feuerwehrauto ausfindig zu machen, dass vor einigen Jahren von Frankenberg nach Puerto Varas transportiert wurde. Eine Feuerwehrwache mit deutschen Autos haben wir gefunden, aber ob das Frankenberger dabei war wissen wir nicht. Den Abend haben wir mal wieder im Hostel mit den ganzen netten Gästen verquatscht und für den nächsten Tag hatten Nils und Antje ein Auto gemietet, um die Gegend zu erkunden, und wir konnten uns netterweise einfach anschließen. Leider war das Wetter ziemlich schlecht. Es war sehr bewölkt und die tollen Vulkane hingen in den Wolken. Wir sind um den See LLanquihue und zum Lago Todos los Santos gefahren, haben uns Wasserfälle und die kleinen, teilweise auch von Deutschen gegründeten Orten am See angeschaut und sind an die Schneegrenze des Osorno gefahren und waren überrascht, dass der Sessellift trotz der „Suppe“ in Betrieb war. Die wohl bei schönem Wetter atemberaubende Aussicht blieb uns leider verwehrt. Schlechtes Wetter sind wir gar nicht mehr gewöhnt, es ist auf der ganzen Reise noch nicht passiert, dass ein Tag wegen schlechtem Wetter zum Reinfall wurde. Naja, immerhin hatten wir im Auto Spaß, und die Wasserfälle waren auch so schön. Den restlichen Tag haben wir damit verbracht, unsere Weiterreise durch Chile zu planen. Wir stellen fest, dass das hier am schwierigsten ist, da wir am liebsten alles sehen würden und uns gar nicht entscheiden können, was uns am wichtigsten ist. Hinzu kommt, dass Chile wieder zu „westlich“ ist und alles wieder im Voraus geplant werden muss, weil man beispielsweise halt nicht mehr in den Bus kommt wenn die Sitzplätze verkauft sind. In anderen Ländern fuhr dann halt ein zweiter Bus oder man bekam einen Stehplatz. Für Langzeitreisende ohne Plan ist das nix, und Nils und Antje haben auch sehr geflucht. Nach langem Hin und Her entschieden wir uns doch gegen den „beschwerlichen“, aber wenig bereisten und abgelegenen Weg nach Süden über die Carretera Austral und für die schnelle Augen-zu-und-durch-Variante über Argentinien. Damit standen uns nun 30 Stunden Busfahrt bevor (ca. 73 US$ pro Person mit Snacks) und uns sank das Herz etwas in die Hose, als am Busterminal ein normaler Bus, und kein bequemer „Schlafbus“ vor fuhr. Was zur Hölle hat sich die Busfirma dabei gedacht? Da ist ja jeder Nachtbus in Bolivien bequemer!?

No hay lava!

Von Santiago aus fuhren wir dann also nach Pucon, was im Sommer eine Touristenhochburg ist. Wir haben ein wunderbares Hostel (Donde Egidio, 18.000 Pesos mit Frühstück im DZ mit Gemeinschaftsbad) gefunden, wo wir uns richtig wohl gefühlt haben. Wir hatten ein Privatzimmer und quasi eine eigene Küche, die sonst keiner benutzt hat. Am  Tag unserer Ankunft haben wir nur eine kurze Wanderung am See entlang gemacht und das schöne Wetter genossen. Hier ist ja gerade Frühling und überall blüht der Ginster in sattem gelb und viele andere Bäume und Blumen. Während unserer Wanderung hat sich uns seltsamerweise wieder ein Hund angeschlossen. Wir wissen gar nicht warum, weil wir sie in der Regel komplett ignorieren und erst recht nicht füttern. Er lief und lief und lief mit uns – den ganzen Nachmittag lang. Abends haben wir die Bäckerei „Rostock“ von Herrn Fuchs gefunden, wo es Graubrot gab!!! Wir haben uns  den Bauch mit Graubrot vollgestopft und am nächsten Tag gleich noch eins gekauft. Beim Bäcker gibt es übrigens auch viel „Kuchen“ (also hier wird auch das deutsche Wort verwendet für Boden mit Obstbelag aller Art), und Berliner, die hier Berlin heißen. Engadiner Nusstorte gibts hier auch. Und deutsche Straßennamen. Das ist alles sehr lustig nach so vielen Monaten in der Fremde. Am nächsten Morgen startete unsere Tagestour auf den Vulkan Villarica (ca 2900m), die wir  bei aguaventura (empfehlenswert) für ca. 95 Dollar pro Person mit Ausrüstung und Guide gebucht hatten. Um 8 Uhr hatten wir den Ausgangspunkt unserer Tour an der Schneegrenze mit dem Auto erreicht und das Wetter war perfekt. Nun begann der etwa 5,5 Stunden lange Aufstieg, bei dem wir knapp 1500 Höhenmeter auf unzähligen Serpentinen hinter uns brachten. Das Laufen mit den geliehenen, superharten und schweren Bergschuhen und dem doch recht schweren Rucksack war ziemlich anstrengend. Es wurde nach oben hin natürlich immer kälter und irgendwann blies uns ein eisig-beißender Wind um die Ohren. Die Nase tropfte und wir waren  froh, dass unsere Ausrüstung auch wärmere Handschuhe enthielt.  Die letzten 2 Stunden mussten wir mit Steigeisen zurücklegen, die die Füße noch schwerer machten. Vor allem Christina war froh, als wir endlich oben angekommen waren. Hätte oben nicht der Blick in einen aktiven Vulkankrater „gewunken“ hätte sie wahrscheinlich die Motivation auf den  letzten Metern verloren. Der Blick in den Krater war unspektakulärer als erwartet, weil man die Lava selbst gar nicht gesehen hat. Hin und wieder stieg aber Qualm aus dem Krater auf, der etwas in der Lunge gebissen hat (für den Fall, dass unerwarteterweise mehr Dampf aufgestiegen wäre, hatten wir sogar Gasmasken dabei). Die Aussicht von oben war mal wieder genial: vor uns lagen Seen und grüne Berge und Wälder und am Horizont ragten weitere schneebedeckte Vulkane in den Himmel. Der Abstieg vom Vulkan war vergleichsweise einfach und spaßig: auf dem Po bzw. auf der Plastikschale ging es fast die ganze Strecke in etwa einer Stunde wieder runter. So sehr gelacht haben wir lange nicht mehr. Der Schnee stob zu allen Seiten, während teilweise in rasender Geschwindigkeit bergab fuhren. Ständig kamen Hubbel, die zu Sprungschanzen wurden und manchmal kamen Löcher, in die man quasi „hereinplumste“ und abrupt zum Stehen kam. Müde, mit schmerzenden Füßen und nassen Hosen legten wir dann zu Fuß die letzten Meter zum Parkplatz zurück – und am Abend gab es leckeres Graubrot. Am folgenden Tag haben wir bis halb elf geschlafen. An diesem denkwürdigen Tag ist etwas eingetreten, was in 13 Jahren unserer Beziehung noch nie passiert ist: Uli hat Christina geweckt. Normalerweise ist es immer andersherum.  Und irgendwie hatte Christina immer noch das Gefühl, nicht ausgeschlafen und erholt zu sein. Der Vulkan fordert sein Opfer… Am Nachmittag war Uli noch shoppen, weil Jeans und die so-gut-wie-neuen und teuren Salomon-Trekking-Schuhe nach 4 Monaten reisen (und davon verbrachten wir auch einige Zeit in Sandalen) schon völlig kaputt waren. Leute, kauft lieber gute Meindl-Schuhe. Christinas Alltags-Meindl-Schuhe sehen noch fast wie neu und unversehrt aus. Jetzt hat Uli Schuhe von „The North Face“. Mal sehen, ob die es mit den Meindl-Schuhen aufnehmen können…

Reverser Kulturschock in Santiago de Chile

Während unserer etwa 1,5-stündigen Busfahrt nach Santiago de Chile sahen wir wunderschöne Blumenwiesen, die in sattem gelb leuchteten. Das Gelb war tatsächlich so intensiv, dass man das Gefühl hatte die Blüten müssen unecht sein. Vielleicht lag es auch daran, dass wir seit langer Zeit keine Blumenwiese mehr gesehen hatten. Wir fuhren auch durch chilenische Weinberge und die Landschaft erinnerte etwas an die Mosellandschaft. Vom Terminal in Santiago aus fuhren wir mit der Metro zum Stadtteil Providencia, da es unweit davon echte Outdoorläden und eine Shopping-Mall a la Estadounidense geben soll. Wir stiegen aus der U-Bahn aus und fühlten uns sofort wie in einem anderen Teil der Welt. Vor uns stand ein IBM-Gebäude, ein paar Meter weiter begann ein gepflegtes Wohviertel mit netten Restaurants und „Biergärten“. Das hat uns alles sehr an Frankfurt erinnert. Das Wetter war toll und so haben wir uns erstmal einen Tisch in einem Restaurant-Garten gesucht und Mittag gegessen und danach war auch schnell ein nettes Hostel gefunden (nennt sich Chile Hostales, 8000 Pesos pro Person (ca. 18 Dollar) im 4er-Schlafraum mit Frühstück. Beim Verlassen des Hauses in Richtung Einkaufscenter (hier Shopping Mall) fiel uns dann auf, dass die am Vortag neu gekaufte Sonnenbrille (weil geklaut) verschwunden war. Keine Ahnung wie und wann, aber sie war weg. Ist wahrscheinlich im Bus passiert. Kopflos durch Chile….Der geklaute Rucksack hat uns alles in allem ganz schön aus der Reisebahn geworfen. Ziemlich unmotiviert zogen wir dann zur Shopping-Mall los, um gestohlene Sachen (und wieder eine Sonnenbrille) nachzukaufen. Stundenlang liefen wir durch Geschäfte, verglichen Preise und Vor- und Nachteile der Klamotten. Erschöpft vom langen Tag aber immer noch ohne neuen Argentinien-Reiseführer und neuen Rucksack erreichten wir um 21 Uhr wieder das Hostel. Am nächsten Tag liefen wir zunächst durch den Stadtteil Providencia, übrigens das obere Mittelklasse-Viertel, in Richtung Innenstadt. Hier kommt mal eine Auflistung der Sachen, die Santiago/Chile so sehr von den anderen Städten in den anderen Ländern unterscheidet: Fahrradwege, Radfahrer, mit Helm, Straßenschmuck – und Kunst (Blumenbeete, Stelen), grüne Parks (sonst immer Betonparks), Wasserspiel-Springbrunnen, kein Müll, Mülleimer; Straßencafes; fließender Verkehr; Porsche, Audi, Ferrari; keine Abgaswolken; rothaarige und blonde Kinder; weiße, große Menschen; gepflegte Wohngebiete wie zu Hause; Zebrastreifen, die respektiert werden; Autos halten für Fußgänger; Menschen, die schick und modisch gekleidet sind (bisher waren wir immer gut und komisch angezogen, hier in Santiago sind wir schlecht und komisch angezogen); extrovertierte Menschen, die auf einen zu gehen; schicke, nagelneue Wohn-Hochhäuser; riesengroße Shopping-Malls mit allen internationalen Marken und Fresstempeln; Business-Männer und Marmor-Bürogebäude; Bau-„Zäune“ (Holzwände), die extra angestrichen werden, damit sie besser ins Stadtbild passen. Die Innenstadt Santiagos ließ dann wieder vermuten, dass man sich in Lateinamerika befindet. Es gab nicht mehr so auffällig viele große oder hellhäutige Menschen wie in Providencia und wieder viele Straßenhändler, aber besonders auffällig war immer noch wie sauber, unchaotisch und gepflegt alles war. Am Abend hatten wir dann immerhin einen neuen Rucksack nachgekauft, aber hatten aber leider immer noch keinen neuen Argentinien-Reiseführer bekommen. Und uns sind dann leider noch mehr Sachen eingefallen, die im Rucksack waren, wie z.B. eine Mütze  und Trekking-Socken. Never ending story. Das wird uns wohl noch eine Weile nachhängen. Abends haben wir dann, nachdem wir im Park wieder Pernod auf unseren verlorenen Rucksack getrunken haben, den Nachtbus nach Pucon bestiegen, um endlich nach Süden und in die grüne Natur zu kommen. Die erste Nachfahrt ohne iPod aber dafür im richtigen „Bus Cama“ (bequemste Schlafbusse).

Valparakackso

Die Fahrt nach La Serena führte uns zunächst durch die öde Atacama-Wüste, also stundenlang durch Sand und sandige Hügel. Wir müssen öfter an die beiden Deutschen denken, die mit dem Fahrrad die Panamericana abgefahren sind. Wir beneiden sie nicht, so oft wie sie durch öde, eintönige, heiße und zugemüllte Landschaften in Abgaswolken und Verkehrschaos fahren mussten. Hin und wieder erreichten wir Orte oder kleine Städte und waren weiterhin völlig überrascht davon, wie sehr sich Chile von den anderen Ländern unterscheidet. Kein Verkehrschaos, kein Hupen, saubere und moderne Autos ohne Abgaswolken, Menschen, die gekleidet sind wie bei uns, kaum Müll, und Grünflächen mit Blumenschmuck in den Straßen. Die Häuser und Grundstücke waren alle ordentlich und gepflegt und wir haben einige hübsche Häuser gesehen. Wir fühlten uns zurück in der Zivilisation so wie wir sie gewohnt sind. Wie muss sich bloß ein Bolivianer fühlen, der durch Chile fährt?! Für ihn befindet sich eine Stunde von zu Hause weg eine andere Welt. Unser Bus war recht bequem, Sitze und Heizung hielten das, was uns versprochen wurde und morgens um 6 Uhr hatten wir La Serena erreicht. Hier haben wir uns dann doch spontan dazu entschlossen im Bus sitzen zu bleiben und bis Valparaiso, eine Hafenstadt in der Nähe von Santiago, weiterzufahren. Der Grund hierfür war, dass wir wegen unserer Campermiete etwas in Zeitdruck waren, weil wir noch einiges in Santiago kaufen (z.B. warme Decken) und organisieren wollten. Außerdem soll Valparaiso ganz toll sein, das Stadtzentrum ist auch UNESCO-Weltkulturerbe. Etwas traurig waren wir aber schon, da La Serena in der Atacama-Wüste einer der besten Orte der Welt ist, um Sterne zu gucken und es Observatorien gibt, die für Touristen geöffnet sind und wir das eigentlich unbedingt machen wollten. Naja, man kann ja nicht alles sehen. Tja, und im Nachhinein war die Entscheidung, direkt nach Valparaiso weiterzufahren, das Dümmste, was wir machen konnten. Und das auch noch aus verschiedenen Gründen. Mittags erreichten wir also nach etwa 24-stündiger (!) Busfahrt das Terminal von Valparaiso und hier wurde uns dann tatsächlich Christinas Tagesrucksack gestohlen. Ein winziger Moment der Unaufmerksamkeit, wir haben uns vielleicht schon zu sicher („wie zu Hause“) gefühlt, und das wurde gleich bestraft. Uli ist dann noch auf die Straße gerannt, aber der Typ war natürlich schon verschwunden. Schöne Scheiße. Ziemlich deprimiert gingen wir dann zur Polizei, um eine Anzeige aufzugeben. Finden werden sie eh nix, aber wir haben zum Glück eine Gepäckversicherung, die einen Teil des Schadens ausgleicht (und hierfür ist auch eine Anzeige bei der Polizei nötig). Die Polizisten haben uns eigentlich auch schon gesagt, dass sie die Sache nicht richtig verfolgen werden, da wir ja eh wieder abreisen (wenn wir das in ihrem chilenischen Spanisch richtig verstanden haben). Richtig traurig sind wir auch wegen Christinas Reisetagebuch, wo alle Erlebnisse nochmal persönlich festgehalten waren und auch die ganzen Adressen von Leuten standen, die wir während der Reise getroffen haben (solltet ihr das lesen, bitte schickt uns nochmal eure email-Adressen!). Am selben Tag noch gingen wir in einen riesengroßen Supermarkt in Valparaiso, um wenigstens neue Waschsachen für Christina und eine Flasche Pernod zu kaufen. Irgendwie hat uns die ganze Sache aus der „Reisebahn“ geworfen. Am selbigen Abend erreichte uns dann noch eine email, dass die Software unserer „Camper-Vermiet-Firma“ gesponnen hat und gar kein Camper mehr verfügbar ist. So eine Ober………… uns fehlen die Fluchworte. Der nächste Tag war auch nicht gerade von Erfolg gekrönt. Wir sind ins Zentrum von Valparaiso gefahren, um die gestohlenen Klamotten von Christina nachzukaufen. Uns wurde gesagt, dass es dort mehrere Outdoorläden gibt. Leider unterscheidet sich unsere Vorstellung eines Outdoorladens von der eines Valparaisoaners sehr und wir liefen erfolglos durch das Geschäft. Den Nachmittag verbrachten wir mit deprimiert sein und Pernod trinken. Am nächsten Morgen hatten wir noch eine Diskussion mit unserer Hostelbesitzerin. Sie war angepisst, dass wir sie geweckt haben ( um 7.30 Uhr) um nach warmem Wasser zu fragen (es war kein billiges Hostel) und wir fanden es nicht so nett von ihr, dass wir unser Zimmer nicht bis um 12 Uhr mittags (statt 11 Uhr) behalten können, um unsere Rucksäcke dort noch sicher abzustellen, während wir die UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt Valparaiso erkunden. Uns ist es noch nie passiert, dass jemand so auf seinen Zeitplänen beharrt hat. Morgens um 9 Uhr waren wir dann schon völlig entnervt, sind aber trotzdem noch losgezogen, um uns bis 11 Uhr (Check-out) Valparaiso anzuschauen. Der Ort ist an sich sehr cool, mit vielen bunten, gepflegten Häuser, die direkt neben heruntergekommenen und zerfallenen stehen. Eine Stadt der Kontraste. Auffällig waren auch die vielen tollen Graffitis. Einfach anders und sehenswert, aber Uli hatte in diesem Moment nicht viel dafür übrig. Wir haben uns in Valparaiso natürlich auch generell unsicher gefühlt und waren sehr misstrauisch, was nicht gerade zum Wohlbefinden bei einem Stadtspaziergang durch enge Treppchen und Gässchen beiträgt. Nun waren wir wieder genauso misstrauisch und angespannt wie am Beginn unserer Reise in Costa Rica, was sehr anstrengend ist. Und dann ist Uli auch noch in Hundescheiße getreten. Die Misere schien sich fortzusetzen. Mittags nahmen wir den Bus nach Santiago und waren froh, dass Valparaiso endlich hinter uns lag.