Strandstadt

THANK YOU STEPHEN AND DIANA FOR EVERYTHING! WE ENJOYED IT SO MUCH AND HAD SOME PERFECT DAYS! MUCHOS BESOS!

Der Flug von Santiago nach Sydney mit Qantas war zwar ziemlich teuer, aber dafür war der Service immerhin hervorragend und der Flug in diesem riesen-Flugzeug war schon ein Erlebnis. Es hatte 10 Sitze in einer Reihe und im vorderen Bereich sogar  zwei Etagen. Wir hatten im Sitz vor uns einen eigenen Touchscreen, wo man Filme und Serien schauen, Spiele spielen, Musik und Hörbücher hören, und Dokumentationen aller Art anschauen konnte. Wir bekamen zwei äußerst leckere warme Mahlzeiten und zwischendurch wurden wir mit Tee, Kakao mit schwimmenden Marshmallows, Eis, Süßigkeiten und Getränken aller Art abgefüttert. Wir konnten gar nicht so viel essen wie uns angeboten wurde.  So gingen die 14 Stunden auch relativ schnell herum. Am Flughafen hat uns dann Stephen abgeholt und wir sind zu Diana und ihm nach Hause gefahren, das in einem ziemlich guten Vorort von Sydney liegt.  Christina hat die beiden 2006 in Dublin kennengelernt, Diana war ihre Mitbwohnerin. Die Wiedersehens-Freude war groß und wir hatten uns viel zu erzählen. Vor dem Schlafengehen haben wir dann noch einen kleinen Spaziergang zum Meer gemacht, bei dem wir Opossums und große Flughunde gesehen haben. Danach sind wir todmüde ins Bett gegangen, wegen des Jetlags konnten wir allerdings nicht wirklich gut schlafen. Am nächsten Tag sind wir nur mal nach Sydney reingefahren, um einige Einkäufe zu erledigen. Spätestens hier hatten wir festgestellt, dass Australien schrecklich teuer ist (dagegen sind Chile und Argentinien mit ihren Schweizer-Preisen Waisenkinder) und wir waren da schon froh, nur eine Woche hier zu verbringen.  So kostet zum Beispiel das Noname-Knoblauchbrot etwa 2 Euro, der Noname-Feta 3 Euro und ein Kilo Weintrauben zwischen 8 und 10 Euro. Lustig ist die ganze Weihnachtsdeko, die für uns so unpassend zum warmen Wetter ist. An unserem zweiten Tag in Sydney hatten wir gutes Wetter und wir haben zunächst eine Gratis-Stadtführung mitgemacht, die sehr informativ war. Opernhaus und die Harbour Bridge waren natürlich auch Anlaufpunkte während der Tour. Anschließend haben wir eine sehr teure Aufzugfahrt gemacht: für 22 Euro pro Person fuhren wir auf den höchsten Turm Sydneys, um von dort die Aussicht zu genießen. Hier haben wir zum ersten Mal festgestellt, dass die Stadt von vielen Meeresarmen durchzogen ist und somit der Küstenstreifen wirklich lang ist. Um zurück zu Diana nach Hause zu fahren, nahmen wir die Fähre nach Manly. Als die Fähre abgelegt hatte, hatten wir nochmals vom Meer aus einen tollen Blick auf die Skyline, den botanischen Garten, die Oper und die Harbour Bridge. Von Manly aus konnten wir dann entlang der Küste wieder zu Stephen und Diana nach Hause laufen. Am nächsten Tag hatte Stephen frei und wir haben Glück, dass er so ein leidenschaftlicher Bootsfahrer und Fischer ist und uns mit Freude seine Stadt gezeigt hat. Wir fuhren also mit seinem Boot durch die Meeresarme Sydneys, so dass wir die zahlreichen Strände und die Nationalparks Garigal und Warringah War Memorial vom Wasser aus bewundern konnten. Und wir durften auch das Boot fahren und übers Wasser heizen ;-). Zwischendurch haben wir auch mal an einem hübschen Strand angelegt zum Baden, aber das Wasser war ziemlich kalt. Brrrr. Viellicht lag es auch daran, dass wir von unserer wilden Bootsfahrt etwas ausgekühlt waren. Und immer wieder konnten wir vom Wasser aus die ganzen Villen bewundern, die dort mit Meerblick gebaut wurden und in der Regel einen eigenen Zugang zum Wasser (natürlich mit Boot davor) und Pool hatten. Das war auch schon schön anzusehen und hat einem die Nase ein bisschen lang gemacht. Wir sind Stephen wirklich dankbar für den tollen Ausflug, den wir ohne ihn nie hätten unternehmen können. Abends sind wir dann noch ans Meer gefahren und haben dort an einem der sauberen, öffentlichen Elektro-Grills in einer schönen Bucht von Manly gegrillt. Die Stadt stellt hierfür eine komplette „Infrastruktur“ bereit: Grills, Wasserhähne, Tische und Bänke, Mülleimer. So etwas möchten wir in Deutschland auch! Generell ist uns aufgefallen, dass die Stadt sehr viel für die Freizeitgestaltung tut. So gibt es einen Gratis-Bus ins Zentrum von Manly, Trinkwasserspender, saubere öffentliche Toiletten und Strände und schöne Strandpromenaden. Den Samstag haben wir am Strand verbracht und haben versucht mit Stephen zu surfen. Das ging aber bei uns beiden völlig in die Hose. Uli hat es immerhin geschafft mit dem Surfboard etwas rauszuschwimmen und drauf zu liegen, während Christina es noch nicht mal über die Wellen ins Wasser geschafft hat. Wir haben uns das Ganze dann lieber vom Strand aus beobachet. Am Sonntag sind wir ins Sealife Manly gegangen, ein Aquarium, wo es viele schöne und hässliche Fische, kleine Pinguine, Haie und riesengroße Stachelrochen zu sehen gibt. Die Rochen und Haie kann man von einem gläsernen Tunnel aus beobachten und es ist schon beeindruckend, wenn so ein 300 kg Tier über einen „fliegt“. Den Nachmittag haben wir uns Zeit dafür genommen, einfach mal das Strandtreiben am Shelly Beach zu beobachten und festzustellen, dass die Leute hier alle sehr durchtrainiert sind. So viele schöne Menschen haben wir noch nie auf einem Haufen gesehen. Es war ja schon fast etwas frustrierend zu sehen, dass hier selbst die 50-jährigen noch eine 30-jährigen Figur haben. Stephen und Diana haben uns tatsächlich bestätigt, dass figur- und gesundheitsbewusstes Leben für die Nord-Sydneyer total wichtig ist, während es wohl im Süden andersherum aussieht. Abends sind wir dann wieder lecker Grillen gegangen, um etwas gegen unsere Strandfigur zu tun ;-).  An diesem Abend haben wir auch viele Kakadus gesehen, die in Sydney so wohnen wie bei uns die Spatzen. Generell ist Sydney wie ein Zoo: in den Gärten wohnen tolle Papageien, Opossums und überall findet man große Echsen, die so genannten Wasserdrachen. Auf unserem Programm stand auch die sehr empfehlenswerte Küstenwanderung von Manly zur Spit Bridge durch den Sydney Harbour Nationalpark, die einen mit wunderschönen kleinen Stränden und tollen Ausblicken auf das Meer, die umliegenden Küstengebiete und Sydney belohnt. Wir hatten auch supergutes Wetter erwischt und waren im Meer schwimmen, immer hoffend, dass die Haie heute keinen Hunger haben. Bei unserer Wanderung haben wir auch einige Australier getroffen und uns fiel auf, dass sie im krassen Gegensatz zu den Lateinamerikanern total offen sind und gerne mal einen Smalltalk anfangen. Das war wirklich sehr nett und wäre uns in Lateinamerika nie passiert, die Leute dort waren sehr zurückhaltend und distanziert. Nach dem Abendessen haben Stephen und Diana uns dann noch die Stadt bei Nacht gezeigt. Wir sind einfach kreuz und quer mit dem Auto durch die Stadt gefahren, haben uns die Geschichten von Stephen zu den einzelnen Stadtvierteln angehört und alles auf uns wirken lassen. Durch die ganze Beleuchtung sieht Sydney auch bei Nacht einfach toll aus. Am nächsten Morgen sind wir noch ein wenig durch den botanischen Garten geschlendert, bevor wir dann wieder von Sydney Abschied nehmen mussten und uns auf den Weg zum Flieger nach Bangkok gemacht haben.

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